Kurze Geschichte der Stadt Zürich

  • Prähistorische Zeit bis 1515
    • Prähistorische Zeit - Zürichs Seebecken ist von Pfahlbaudörfern besiedelt. Bewohnt von Nomaden und Jägern
    • 500 v.Chr. - Römische Legionen besetzen das schweizerische Mittelland. Die Siedlung nennen sie TURICUM.
    • Frühmittelalter – In ihrer Heimat von Eindringlingen bedroht, ziehen sich die Römer über die Alpen zurück. Die Alemannen rücken in mehreren Schüben nach.
    • 853 Gründung des Frauenklosters Fraumünster - Das Kloster Fraumünster war ein Benediktinerinnen-Stift in Zürich (Kanton Zürich, Schweiz). Die ehemalige Klosterkirche ist eines der Wahrzeichen Zürichs.
    • Das Grossmünster gehört zusammen mit dem Fraumünster und der St. Peter-Kirche zu den bekanntesten Kirchen der Stadt Zürich. Seine charakteristischen Doppeltürme sind das eigentliche Wahrzeichen Zürichs.
    • 929 Zürich wird erstmals urkundlich als Stadt bezeichnet.
    • 1045 Die Fürstäbtissin des Fraumünsterklosters erhält von Kaiser Heinrich III. das Markt-, Zoll- und Münzrecht von Zürich. Zürich steht damit faktisch unter der Herrschaft des Fraumünsterklosters.
    • 1218 Zürich wird reichsfrei und darf den Reichsvogt selber wählen. Adelige und Freie bilden einen Rat , bauen ein Rathaus und umgeben die Stadt mit einer Wehrmauer Verschiedene Bettelorden und Damenstifte lassen sich im Schutze der Mauer nieder.
    • 1336 Der Halbadelige Rudolf Brun vertreibt mit Hilfe der Handwerker den Rat, in dem reiche Handelsherren den Adel zurückgedrängt haben. Er teilt die Handwerker in 13 Zünfte ein, deren Vertreter den neuen Rat bilden. Er selber erhebt sich zum Ritter und Bürgermeister.
    • 1350 Der alte, nach Rapperswil entflohene Rat will in der Mordnacht mit Hilfe der Habsburger die Stadt zurückerobern, wird aber von den Handwerkern besiegt.
    • 1351 Zum Schutz vor den Habsburgern tritt Zürich dem Ewigen Bund der Eidgenossen bei. Die Alte Eidgenossenschaft war weder ein Nationalstaat noch ein Staatenbund, sondern ein lockeres Bundesgeflecht... Als politisches und militärisches Bündnis richtete sich die Eidgenossenschaft zunächst gegen die Habsburger...
    • 1515 Niederlage der Eidgenossen in der Schlacht bei Marignano nördlich von Mailand. Die schweren Verluste der Eidgenossen haben das Ende der eidgenössischen und zürcherischen Expansionspolitik zur Folge.
  • Reformation 1519–1531
    Eine Vielzahl von Faktoren bereits aus der Zeit des Spätmittelalters bereitete den Nährboden für die Reformation zu Beginn des 16. Jahrhunderts.
    • Seit der Reformation Ulrich Zwinglis gehört Zürich zu den geistigen Zentren des reformierten Bekenntnisses. Dem Status des «Rom an der Limmat» kam es zu, dass sich Zürich seit 1648 im gleichen Rang wie Venedig als souveräne Stadtrepublik betrachtete.
    • Da Zürich die Schutzmacht der reformierten Gläubigen in der Schweiz war, entstanden immer wieder Konflikte mit den katholischen Orten.
  • Das 18. Jahrhundert
    war eine Blütezeit des Geisteslebens und der Kultur in Zürich. Der deutsche Dichter Wilhelm Heinse stellte erstaunt fest, dass es in Zürich über 800 Bürger gebe, die etwas hätten drucken lassen. Als Motor des Zürcher Geistesleben wirkten zahlreiche Gesellschaften aller Art, in denen unbehelligt von der Zensur diskutiert und geschrieben wurde. In jener Zeit gab es in Zürich bereits mehrere Zeitungen, die wöchentlich erschienen. Die 1780 gegründete «Zürcher Zeitung» besteht als «Neue Zürcher Zeitung» (seit 1821 ) bis heute.
    • Im 18. Jahrhundert galt Zürich hingegen eher als «Athen an der Limmat», dank vieler Gelehrter wie etwa Johann Heinrich Pestalozzi , Johann Kaspar Lavater und Johann Jakob Bodmer sowie seiner wichtigen Position als Handelsstadt.
    • 1803 Napoleon gibt der Schweiz die Mediationsverfassung , durch die die Kantone ihre ehemalige Selbständigkeit weitgehend zurückerhalten.
    • 1833 Eröffnung der Universität Zürich.
    • 1848 Gründung des Schweizerischen Bundesstaates. Hauptstadt der Schweiz wird Bern.
    • Trotz des Abrisses der Stadtbefestigungen (1830) wuchs Zürich zunächst nur langsam über die Altstadt hinaus und bis in die 1860er Jahre veränderte sich nicht viel. Dann begann mit dem Aufstieg des «System Escher» für Zürich die «grosse Bauperiode», die das Gesicht der Innenstadt bis heute prägt. Seit 1864 wandelte sich der frühere Fröschengraben zur Bahnhofstrasse , die nach dem Vorbild eines französischen Boulevards zur Pulsader der neuen Stadt werden sollte. Sie begann am Bahnhof, der seit 1847 bestand. Jakob Friedrich Wanner baute dieses erste Bahnhofsgebäude bis 1871 in das heute noch bestehende monumentale Gebäude um.
    • 1893 Elf um Zürich liegende Gemeinden werden mit Zürich vereinigt. Die Bevölkerung Zürichs steigt damit von 28'000 auf 121'000 Einwohner an.
  • Das liberale Zürich im 19. Jahrhundert
    • 1914 - 1918 - 1. Weltkrieg. Die Schweiz kann sich aus dem bewaffneten Konflikt heraushalten.
    • 1934 Weitere acht Gemeinden um Zürich werden aufgrund einer Volksabstimmung mit der Stadt Zürich vereinigt. Die Einwohnerzahl von Zürich steigt damit von rund 200'000 auf 300'000 an.
    • 1939 Schweizerische Landesausstellung in Zürich (Landi).
    • 1939 - 1945 2. Weltkrieg und Generalmobilmachung. Die Schweiz kann sich wiederum aus dem Krieg heraushalten.
    • Das Kriegsende brachte Zürich nicht die befürchtete Arbeitslosigkeit, sondern einen Boom sondergleichen. Vollbeschäftigung und explosives Wachstum von Bebauung , Verkehr und Wohlstand. Erstes sichtbares Zeichen der neuen Zeit war die Bewilligung von 37 Millionen Franken durch das Stimmvolk für die Errichtung des interkontinentalen Flughafens Zürich-Kloten am 5. Mai 1946.
    • 1948 - 1953 Regulierung des Zürichsees . In Zürich wird der Limmatquai verbreitert.
    • 1962 Zürich erreicht mit 445'314 Einwohnern den höchsten Einwohnerbestand. Trotz Zuwanderungen, vorallem ausländischer Arbeitnehmer, sinkt die Einwohnerzahl auf heute 358'000 Einwohner, da immer mehr Zürcher in die umliegenden Gemeinden ziehen.
    • 1968 Studentenunruhen in Zürich.
    • 1971 Zürichs Männer beschliessen nach mehreren Abstimmungen, den Frauen das Stimmrecht und die vollen politischen Rechte zu gewähren.
    • 1990 Eröffnung der S-Bahn in Zürich. Die öffentlichen Transport- systeme Eisenbahn, Tram, Busse und Schiffe werden in einen Verkehrsverbund zusammengefasst.
    • «Achtziger-Jahre-Unruhen», als «Opernhauskrawalle» oder «Jugendunruhen» bezeichnet.
    • 2000 Zürichs Bevölkerung begrüsst das neue Jahrtausend mit einem Fest und Feuerwerk. Der befürchtete Zusammenbruch der Computersysteme und der Versorgung findet nicht statt.
Quelle: Wikipedia:
de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Stadt_Z%C3%BCrich
http://de.wikipedia.org/wiki/Fraum%C3%BCnster
http://de.wikipedia.org/wiki/Alte_Eidgenossenschaft
http://de.wikipedia.org/wiki/Reformation
http://de.wikipedia.org/wiki/Jugendunruhen_in_der_Schweiz
http://stadt-zuerich.ch/internet/dp/home/geschichte/chronik_zh.html


Quelle: http://www.zueri.ch/d/ori004.htm

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